
Namensgebung: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer" so schätzte Otto von Bismarck nach einer Anekdote den Wein aus dem Ungeheuer, tatsächlich aber rührt die Namensgebung von einem Personennamen; Einen Amtsschreiber mit Namen Johann Adam Ungeheuer in Deidesheim (1699).
Weincharakteristik: Die von westlichen Winden geschützte Lage in der Hangmitte bewirkt eine hohe Traubenreife:
Dadurch zeigen die Rieslingtrauben hier regelmäßig einen Vorsprung in der Reifeentwicklung - auch die Rebblüte setzt früher ein als in anderen Lagen. Die Weine zeichnen sich durch eine feine Fruchtigkeit (Aprikose, Ananas, Pfirsich) bei schöner Mineralität und oft enormer Dichte und Fülle aus.
Größe: 29,15 Hektar
Rebsorten: Riesling und Scheurebe
Geographie: 120-170 m über NN
süd und südöstlich ausgerichtet, 40% flach, 60% hängig und zum Waldrand hin ansteigend.
Böden: Buntsandstein mit Kalkgeröll und Basalt
Namensgebung: „Pechstein" leitet sich vom hohen Anteil an Basalt (schwarzes, vulkanisches Gestein) der Böden ab. Ein ehemals aktiver Vulkan, der oberhalb von Forst gelegene „Pechsteinkopf", verteilte vor Urzeiten große Mengen von vulkanischem Gestein. Im Lagenuntergrund befinden sich Basaltadern, während man auch lose Basaltsteine an der Oberfläche der Lage finden kann.
Weincharakteristik: Eine außerordentliche Mineralität durch die Charakteristika von Kleinklima und Boden erhalten die im „Pechstein" gewachsenen Rieslingweine: Der "Pechstein" ist in der Entwicklung immer ein Spätentwickler. Die Aromen der Weine erinnern häufig an Zitrusfrüchte und Feuerstein, sie probieren sich filigran und finessenreich und wirken schlank, aber langanhaltend.
Größe: 15,31 Hektar
Rebsorten: Riesling
Geographie: 120-160 m über NN
Durch die hohe Einstrahlung der Sonne erwärmt sich der Boden stark und bewirkt eine hohe Reife der Trauben, Erhöhung der Wärmespeicherung, mit südöstlicher Ausrichtung auch durch Basaltgestein und zum Waldrand hin ansteigend.
Böden: Basalt, Buntsandsteingeröll

Namensgebung: Der Lagename hat nichts mit den diebischen Vögeln in der Gemarkung zu tun. Laut historischer Belege ist eine Herkunftsbezeichnung nach dem Siedlungsnamen Ellerstadt namensgebend.
Weincharakteristik: Der leichte und sandige Boden führt zu fruchtigen Weinen mit zumeist harmonischer weicher Säure. In entsprechenden Jahren können beim Riesling gute Botrytisweine erzeugt werden.
Größe: 7,89 Hektar
Rebsorten: Riesling, Spätburgunder
Geographie: 120-145 m über NN
Die Lage grenzt südlich an die Ortsgemeinde an und ist flach.
Böden: Bundsandsteingeröll, Sand (tonig)
Namensgebung: Es wird vermutet, dass der Lagename von „musehelde" (Mäushöhle in Deidesheim) kommt. Der Genießer und Kenner kann sich aber durchaus von den Musen geküsst fühlen, wenn er die Weine genießt.
Weincharakteristik: Die Nähe zum Wald sorgt für gute Säurewerte und Wasserversorgung der Böden ist gut. Die Weine sind zumeist schlank im Typ, wirken rassig, mineralisch und sind stets extraktreich.
Die Trauben des Rieslings genießen eine lange Reifephase, zeigen wenig Neigung zur Fäulnis und bleiben lange goldgelb.
Sie werden meistens erst Anfang November geerntet.
Größe: 8,63 Hektar
Rebsorten: Riesling
außerdem: Gewürztraminer, Weißburgunder
Geographie: 160-220 m über NN
Hängiges zum Waldrand hin ansteigendes Gelände an den Wald angrenzend
Böden: Kalkgeröll, lehmiger Sand

Namensgebung: Ein ehemaligen Grundbesitz des St. Guido Stiftes aus Speyer, der seit 1231 nachweisbar ist, war für die Namensgebung maßgeblich.
Weincharakteristik: Durch die Nähe zum Dorf erreichen die Trauben eine gute Reife mit ausgewogener Säure, sie zeigen sich duftig und blumig.
Größe: 55,51 Hektar
Rebsorten: Riesling
außerdem: Weißburgunder, Spätburgunder, Silvaner, Gewürztraminer
Geographie: 110-120 m über NN
Die flachen Weinberge schließen sich im östlich an die Ortsgemeinde von Forst an.
Böden: lehmiger Sand, sandiger Lehm